Für die Aquarellmalerei kann man jedes Motiv wählen: Manche entscheiden sich für Architektur mit feinsten Details, andere für ein Porträt – und ich habe diesmal beschlossen, einen niedlichen kleinen Tiger zu malen, der seinen Mut beweist und in Bambus beißt.
Video: Einen kleinen Tiger mit Aquarell malen (auf Russisch)
Aquarell: Womit anfangen?
Die erste Phase der Aquarellmalerei ist ganz einfach und schlicht: die ersten blassen Schichten warmer und kühler Töne. So teilen wir die Fellfärbung des Tigerjungen in rotes und weißes Fell.

Die zweite Phase der Aquarellmalerei
Auch die zweite Phase ist noch nicht sehr farbintensiv, aber jetzt bereichern wir die Töne: Im Fell sind mehr Orange-, Rosa- und Rottöne zu sehen. Der Bambusstamm wird gelb ausgemalt, der Boden um den kleinen Tiger bekommt blau-smaragdgrüne Farbtöne.

Die dunklen Aquarellstreifen des Tigerjungen
Gerade sie machen aus dem Kätzchen einen echten, mutigen Tiger 🙂 Die Streifen sollen das Volumen des Tigerjungen betonen, das heißt, wir ziehen die Linien nicht gerade, sondern der Form seiner Pfoten, seines Gesichts und Körpers folgend. Ein weiterer Vorteil: Nach dem Trocknen wird Aquarell heller, und die Streifen lassen sich verstärken – aber das kommt in der nächsten Phase.

Volumen mit Aquarell
Wenn unser kleiner Tiger verschiedene Nuancen bekommen hat, können wir auf diesen Farben Volumen aufbauen.
Im Aquarell malen wir vom Hellen aus, verdichten (verdunkeln) nach und nach und arbeiten die Details heraus. Die Schatten werden tiefer, selbst die dunklen Streifen im Schatten müssen satter werden, Pfoten und Gesicht werden genauer ausgearbeitet, und auf den Bambus kommt über das Gelb, das die helle Seite bildet, ein grüner Ton.

So sieht das fertige Bild aus: ein kleiner Tiger mit türkisfarbenen Augen, fein ausgearbeiteten Härchen (Ohren, Schnurrhaare), Krallen an den Pfoten und einem in Abschnitte geteilten Bambus mit Blättern.

Freunde, wie gefällt euch dieser niedliche Aquarell-Draufgänger?





